Historie

Die Geschichte der Bavarian Highland Games hängt großteils mit dem Namen Hans-Jürgen Kaschak zusammen.

1993 fanden in der Burgruine Finkenstein in Kärnten die Alpenhighland Games statt. Diese sind aus der Idee von ein paar Freunden entstanden, wozu auch Thomas Rettl gehörte. Thomas Rettl ist ein begnadeter Modedesigner und ist die treibende Persönlichkeit, hinter einer seit Jahren stark ansteigenden Modeszene in Österreich. Die Rede ist vom Kilt, welchen Thomas Rettl z.T. in Kombination mit der bekannten oder bereits vergessenen Tracht in neuer Form präsentierte. Thomas Rettl spielt auch bei der Entwicklung der Bavarian Highland Games eine wichtige Rolle, aber dazu später mehr.

Hans-Jürgen Kaschak machte bereits 1993 im Team der Kiwanis Villach erstmalig bei den Alpenhighland Games mit. Er war von den Wettkämpfen und der Idee der Highland Games derart begeistert, dass noch viele Einsätze im Team der Kiwanis folgten. Die Kiwanis sind zudem eine gemeinnützige weltweite Vereinigung, welche bevorzugt Kinder in Notsituationen unterstützt. Bei den Alpenhighland Games mit damals 60 Herrenteams und 20 Ladyteams teilzunehmen, war stets ein enormer Spaß und man konnte gleichzeitig für die gute Sache werben.

Irgendwann reifte dann bei Kaschak die Idee, derartige Wettkämpfe auch einmal in Bayern zu veranstalten. Dies auch, wo er doch nahe des größten Hopfenanbaugebietes der Welt beheimatet ist. Wie man moderiert und eine Veranstaltung organisiert, war Kaschak aus vielen bereits organisierten und moderierten Events klar. Was er nicht leisten konnte, war die gastronomische Dienstleistung und zudem befand sich in der Nähe von Pfaffenhofen kein geeignetes finanziell tragbares Areal, wo man solche Wettkämpfe abhalten hätte können. Es folgte ein Jahr lang Wanderschaft durch die Region und die Suche nach einem geeigneten Partner, welcher die Gastronomie übernehmen konnte.

Nach vielen Gesprächen und langer Suche war es dann geschafft. Es wurde ein geeigneter Platz gefunden, welcher sogar den wohlklingenden Namen „Streitberg“ hatte und auch ein Imbißbetreiber, welcher bereits Erfahrung als Wirt hatte, konnte mit ins Boot geholt werden. Man erstellte ein Konzept und hatte 2 Tage Festival geplant. Es traten bei den ersten Bavarian Highland Games insgesamt 3 Bands auf, wobei eine dieser Bands bei den Bavarian Highland Games Ihren ersten großen Auftritt hatten und heute die angesagteste bayerische Folkband ist. Die Rede ist von der Band IRXN.

Gleichzeitig konnte mit Dieter Seidenkranz eine kräftige Persönlichkeit aus dem Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm gewonnen werden, welcher allerdings kurz nach den ersten Bavarian Highland Games viel zu früh verstorben ist. Dieter Seidenkranz trug den Titel „Stärkster Mann Deutschlands“ und war den Bavarian Highland Games von Beginn an sehr eng verbunden. An sein Andenken veröffentlichen wir hier das erste gemeinsame Pressefoto zu den Bavarian Highland Games!

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In Gedenken an unseren ersten Schirmherr und Freund „Dieter Seidenkranz“   6. August 2006

Finanziell war das Event jedoch wenig berauschend, was nicht an der Anzahl der Besucher lag, sondern an der überzogenen Planung des Events an sich. Man hatte im Vertrauen auf die Planungen des Gastronomen ein großes Zelt mit Boden organisiert und eine Menge Personal bereit gestellt, was im Nachgang als handwerklicher Fehler betrachtet werden muß. Auch die Stellung einer entsprechenden PA für die Bands war ein großer Kostenfaktor, aber nicht der teuerste.

Dennoch war das Event ein großer Erfolg, da man bundesweit in den Medien war und vom Start weg Berichte in TV und Rundfunk hatte. Das finanzielle Risiko war ein zu kalkulierendes für den Veranstalter, mit welchem man einfach rechnen musste.

Der Anfang der Bavarian Highland Games war einerseits ein großer Erfolg, aber auch mit viel Kummer und enormen persönlichen Einsatz verbunden. Bei den ersten Games konnten wir 10 Herrenteams und 4 Ladyteams für die Highland Games begeistern. Die Stunden, welche es benötigte, die Teams wie auch Sponsoren zu finden, waren unzählig.

Am Ende hatte man aber die ersten internationalen bayerischen Highland Games auf bayerischen Boden abgehalten.

Für einige Freunde war es der Start in eine längere Highlanderverbindung und ein Burschenverein machte ein Jahr später gleich nach dem Muster der Bavarian Highland Games selbst eigene Highland Games. Die Rede ist von den Freunden des „Bauwog´n Buxheim“, welcher auch in Folge Highland Games veranstaltete und einen entsprechenden Verein gründete.

Auch beim Bavarian Highland Club wurde auf Initiative des gastronomischen Partners kurz nach dem Event ein Verein gegründet. Ziel war es, weitere Freunde für Highland Games zu gewinnen und auch weitere Unterstützung für die Games. Vorsitzender des Holledauer Highlander e.V. wurde Hans-Jürgen Kaschak, da der damalige Partner für diese Aufgabe keine Zeit freimachen konnte und die Idee eines Vereines auch Kaschak überzeugte.

Trotz der negativen Zahlen wagte man einen erneuten Versuch die Bavarian Highland Games zu veranstalten. Allerdings sollten diesesmal die Kosten erheblich reduziert werden, was am Ende jedoch leider nicht funktionierte, da der gastronomische Teil nach wie vor ein enormes Budget verschlang. Kaschak konnte bei den zweiten Games sogar mit Barbara Clear einen echten Star als Abendprogramm gewinnen. Das Besondere war, dass dieser Act dem Bavarian Highland Club nichts kostete und somit war es keine Frage, dass man Barbara Clear bei den Bavarian Highland Games eine Auftrittsmöglichkeit gab.

Ein riesiger Erfolg war auch eine begleitende Berichterstattung von RTL zur Sendung „die große Reportage“, welche ein von Kaschak aus den Teilnehmern der ersten Veranstaltung zusammen gestelltes Team mehrere Wochen begleitete. Ziel waren die Alpenhighland Games in Kärnten, wo das MAC Bavarian Team seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der Bericht war zudem ein großer Erfolg und das MAC Bavarian Team bestand aus Wettkämpfern des Bauwog´n Buxheim, dem später gegründeten MAC Hammer Team und eben Kaschak als Teamführer und Vereinsvorsitzenden des Holledauer Highlander e.V. Das Team trat unter dem Namen MAC Bavarian an und nahm in der Saison auch an weiteren Wettkämpfen in Bayern und Österreich teil.

Nachdem auch bei den zweiten Games die Kasse leider negativ ausviel, kam Hans-Jürgen Kaschak nicht darum herum, die Kasse selbst einmal genauer zu prüfen. Dies insbesondere auch deshalb, da seitens der Gastronomie trotz Aufforderung keine ordnungsgemäße Abrechnung mit Kassen-Belege vorgelegt werden konnte. Das Erstaunen bei Kaschak war groß, als das vorschüssige Vertrauen jeh getäuscht wurde. Die Zahlen passten einfach nicht zusammen und nachdem ein Rechtsstreit mit Anwalts und Gerichtskosten soviel Kosten und Mühen veranschlagt hätte, dass der gesamte Aufwand für einen zu erwartenden Vergleich nicht gerechtfertigt gewesen wäre und auch der Sache an sich geschadet hätte, entschloss sich Kaschak von einer Klage abzusehen. Defenitiv klar war jedoch, dass man die auf Vertrauen aufbauende Partnerschaft nicht mehr weiter führen konnte.

Das Bestreben war nun den Bavarian Highland Club als Einzelunternehmen weiter zu führen, weiterhin Highland Games zu veranstalten und auch den Verein weiter zu führen. Was fehlte war die gastronomische Dienstleistung, von deren Erlös eigentlich auch das Event finanziert werden sollte.

Es war erneut voller Einsatz gefragt und es gelang Kaschak wieder Menschen für die nächsten Games und auch für den Verein zu begeistern. 2008 folgten dann auf der Trabrennbahn in Pfaffenhofen die 3. intern. Bavarian Highland Games und obwohl seitens der Gastronomie keine Einnahmen für die Finanzierung des Events vereinbart waren, konnte dank intensiver Suche nach geeigneten Sponsoren das Event gegen null gerechnet ausgetragen werden. Das Ziel die Bavarian Highland Games am Leben zu halten war zunächst gelungen.

Die Veranstaltung war für Besucher wie auch für die Teilnehmer erfolgreich und das trotz einem sehr geringen Werbebudget. Unterstützung fand Kaschak bei einigen Mitgliedern des Holledauer Highlander e.V., welche beim Aufbau der Arena halfen. Das MAC Bavarian Team war in dieser Saison auch beim Besuch anderer Wettkämpfe sehr erfolgreich und hat einige dieser Veranstaltungen als Sieger verlassen.

Die Entwicklung nach den 3. Bavarian Highland Games war bezeichnend für die bisherigen Erfahrungen in Bezug auf die Veranstaltung von Highland Games. Kaschak musste vernehmen, dass sein ehemaliger Geschäftspartner gute Kontakte zu den Mitgliedern des Vereines pflegte und im Damenteam tauchte zudem für das neu gegründete Ladyteam eine alte Bekannte aus einem der ersten Damenteams auf, welche zugleich mit dem ehemaligen Geschäftspartner verwand ist.

Die Folge war, dass innerhalb des existierenden Vereins bzw. des Teams eine aufstrebende Tendenz zu eigenen Highland Games und auch einem eigenen Verein aufkam. Es dauerte somit nicht lange, bis sich aus den Mitgliedern des ehemaligen Holledauer Highlander e.V. ein neuer Verein gründete. Am besagten Abend der eigentlichen Jahreshauptversammlung des Holledauer Highlander e.V. tauchte der ehemalige Geschäftspartner von Kaschak auf und auch befreundete Highlanderinnen aus dem Raum Buxheim. Man hatte dann Kaschak mitgeteilt, dass man geschlossen aus dem Holledauer Highlander e.V. austreten möchte und gleichzeitig einen neuen Verein mit dem wohlklingenden Namen „Hammer Highlander e.V.“ gründen wird.

Im neuen Jahr, wurden dann 2009 die ersten und bisweilen einzigen Hammer Highland Games veranstaltet und der ehemalige Geschäftspartner von Kaschak unterstützte den Verein mit der Lieferung von Speisen.

In diesem Jahr konnten die Bavarian Highlands nicht stattfinden und in Folge vieler Gespräche, wäre im Jahr 2010 beinahe eine echte Sensation gelungen, da die 4. internationalen Bavarian Highland Games tatsächlich im Olympiapark München stattfinden hätten können. Die Vorbereitungen dauerten erneut mehrere Monate und man hörte seitens der MAC Hammer wie auch aus Buxheim und anderen Teams durchaus die Bereitschaft teilzunehmen. Diese Bereitschaft dauerte genau bis zu 2 Tage vor dem eigentlichen Termin, wo dann die entsprechenden Absagen kamen. Man hatte Kaschak also im Regen stehen lassen und dieser musste auch zwei angemeldeten Teams aus der Steiermark leider kurzfristig absagen, was sehr bedauerlich war.

Hier zeigten sich dann die angeblichen Freunde auf eine leider sehr unrühmliche Art und Weise.

Die Idee, Menschen mit einer Teilnahme an den Bavarian Highland Games zu begeistern, wollte in Kaschak nicht aufhören zu lodern. Er entwarf in diesem Jahr die Idee zu einem Incentive-Event und konnte bald einige Firmen für eine solche Veranstaltung zu Gunsten der Mitarbeiter und Kunden gewinnen. Die Anschaffung einer eigenen PA-Anlage für bis zu 5000 Besucher, drückte zusätzlich die Kosten für eine solche Veranstaltung. Was für ein offizielles Event noch fehlte, war nur noch eine neue geeignete Lokation inklusive Gastronomie. Bis heute werden die Bavarian Highland Games oder auch eine unterhaltsame Bauernolympiade, immer stärker von Unternehmen über den Bavarian Highland Club gebucht. Kaschak ist seit dieser Zeit meist mit einem Baum auf dem Gepäckträger in ganz Deutschland unterwegs und bringt auf diese Weise Freude, Spannung und Spaß in Unternehmen.

Die Bavarian Highland Games sollten jedoch als Event für Jedermann nicht untergehen. In Pfaffenhofen solch ein Event erneut aufzuziehen, machte in Bezug auf die gemachten Erfahrungen wahrlich keinen Sinn mehr. Den Verein hatte Kaschak nach dem geschlossenen Austritt eines Großteils der Mitglieder aus dem Holledauer Highlander e.V. aufgelöst. Mit den Hammer Highlands sollte sich ja zusätzlich eine Konkurrenzveranstaltung zu den Bavarian Highland Games direkt vor Ort entwickeln, wo auch ein Großteil der von Kaschak in der Region gewonnenen Teams teilnehmen wollten. Auch machte es keinen Sinn, dass befreundete Teams aus Österreich zweimal nach Pfaffenhofen anreisten, um an einer solchen Veranstaltung teil zu nehmen.  Das die Hammer Highlands dann aber bisweilen nur eine einmalige Veranstaltung waren, ist gleichwohl bezeichnend. Ziel des neu gegründeten Vereins war es eine eigene Veranstaltung aufzuziehen. Man bekundete zwar auch seitens des neuen Vereines gegenüber den Bavarian Highland Games seine Lojalität und auch die Zusage weiterhin an den Bavarian Highland Games teilnehmen zu wollen, allerdings zeigte sich diese Bereitschaft in seiner Ernsthaftigkeit, bei dem Versuch von Kaschak, im Olympiapark München ein solches Event umzusetzen. Diese Lokation wäre für die gesamte Highlanderszene ein Aushängeschild gewesen, was leider nicht genutzt worden ist, obwohl trotz schwieriger Sponsorensituation im Olympiapark ein solches Event vom Bavarian Highland Club finanziert worden wäre. Offensichtlich hatte man beim neuen Verein die Arbeit hinter der Organisation eines derartigen Events unterschätzt und am Ende hatte dieser Versuch des Alleingangs, eine grundsätzlich positivere Entwicklung der Szene gehemmt.

Persönlich verletzender und unverständlich waren jedoch die unter vorgehaltener Hand von einigen ehemaligen Weggefährten verbreiteten negativen Ansichten bzgl. der Bavarian Highland Games und auch zur Person Kaschak selbst. Heute kann man sagen, dass man sich Neid im wahrsten Sinne des Wortes wohl verdienen muß, denn die Bavarian Highland Games sind in Bezug auf seine Bekanntheit und Besucheranzahl, die größten Highland Games im süddeutschen Raum. Diese Entwicklung konnten auch all diejenigen nicht verhindern, welche hinter dem Rücken von Kaschak agierten und gegen die Bavarian Highland Games und die Person Kaschak Stimmung machten.

2011 war dann ein Jahr mit einem einzigartigen Ereignis in der deutschen Highlanderszene. Nach einer Kontaktaufnahme von Doppelolympiasieger und Weltmeister Markus Wasmeier, welcher in seinem Freilichtmuseum in Schliersee stets auch den kulturellen Austausch mit anderen Kulturen pflegte, überschlugen sich die Ereignisse.

Markus Wasmeier hatte im Rahmen des geplanten Kulturaustausches 50 Schotten aus Perth eingeladen und wollte in seinem Freilichtmuseum Highland Games veranstalten. Was man nicht bedachte, war die Tatsache, dass ein solches Event nicht einfach so zu organisieren ist und wenn man das ganze professionell abhalten möchte, braucht es auch einen kompetenten und erfahrenen Partner.

Hier kam dann der Bavarian Highland Club und Hans-Jürgen Kaschak ins Spiel. Es wurde nach einer Prüfung des Geländes und eines sehr positiven Gesprächs die Vereinbarung getroffen, dass Kaschak die Leitung sowie Moderation der Wettkämpfe übernimmt. Zusätzlich sollte er auch für die Suche sowie Vorbereitung geeigneter Wettkämpfer verantwortlich sein. Im guten Glauben, dass ehemalige Weggefährten, welche ja bereits Wettkampferfahrung hatten, Interesse daran haben könnten einmal gegen echte Schotten auf bayerischem Boden anzutreten, sagte Kaschak zu und ging wie immer mit vollem Elan ans Werk. Die ehemaligen Weggefährten zeigten allerdings kein Interesse hier anzutreten und ließen Kaschak erneut auflaufen. Die Begründungen für die Absagen waren und sind z.T. bis heute nicht nachvollziehbar und letztenendes hatte man sich durch seine Verweigerung selbst um eine wirklich tolle und einmalige Erfahrung gebracht.  Mit entsprechendem Medienaufwand wurden dann aber dennoch 12 starke bayerische Highlander gesucht und gefunden, welche den Mut hatten, gegen entsprechen wettkampferfahrene Highlander aus Schottland antreten zu wollen. Das größte Problem bestand allerdings darin, diese Wettkämpfer in kürzester Zeit für einen Wettkampf so fit zu machen, dass man sich nicht gänzlich plamiert. Innerhalb von nur 5 Wochen wurden dann 12 starke und ausgewählte Wettkämpfer so trainiert und fit gemacht, dass man einen Wettkampf gegen die Schotten wagen konnte. Die Wettkampfplanung wurde durch Kaschak so gesteuert, dass 4 traditionell schottische und 4 bayerische Disziplinen stattfinden sollten. Die Schotten zeigten sich als faire Sportsmänner und stimmten dieser Regelung zu. Die Chancen für das bayerische Team lagen eindeutig bei den bayerischen Wettkämpfen, denn es war zu erwarten, dass die Schotten Ihre eigenen Disziplinen bestens beherrschen werden.

Bei anfänglichem Schneeschauer, dann Regen bis hin zu Sonnenschein am zweiten Tag, wurde unter der Leitung des Bavarian Highland Club ein einzigartiges Event abgehalten und alle Teilnehmer, Besucher wie auch sonstige Mitwirkende waren hellauf zufrieden. Das bayerische Team bot einen starken Wettkampf, auch wenn man am Ende nur ganz knapp verloren hatte. Gewonnen hatte man mit der Heimmannschaft überwiegend die bayerischen Disziplinen wie z.B. das Faß´l roll`n und das zeigte unterm Strich, dass das von Kaschak ausgearbeitete Konzept passte. Gewonnen hatte man aber auch viele neue Bekannte aus Perth und vor allem auch viele neue Freunde der Highland Games. Neben Radio Arabella, welche mit Ulli Florl (Samstag) und Steffi Schaller (Sonntag) zwei Moderatoren zur Unterstützung von Kaschak stellten und auch Live von den Games berichteten, waren auch der bayerische Rundfunk sowie das bayerische Fernsehen sowie die Alpenwell vor Ort dabei. Das Medieninteresse war erneut enorm und die Bavarian Highland Games wurden weit über die Grenzen Bayerns wieder in Erinnerung gerufen. Insgesamt hat jedoch die gesamte Szene davon profitiert, da nun immer mehr derartiger Events im Süden Deutschlands entstehen sollten, was die Szene an sich weiter bringt.

Ein Höhepunkt war dann auch der Auftritt von Markus Wasmeier, Hans-Jürgen Kaschak und Michi Manhard in der BR-Sportschau mit Markus Othmer. Hierbei wurde mit heiserner Stimme ein sehr positives Statement zu den Bavarian Highland Games gezogen und man demonstrierte dem Publikum ein paar Disziplinen aus dem Wettkampf.

Mit Markus Wasmeier war beim ersten gemeinsamen Gespräch vereinbart worden, dass die Bavarian Highland Games im Freilichtmuseum auch in Zukunft stattfinden sollen und Markus wie auch sein Geschäftsführer Daniel Wagner, hielten Ihr Wort.

2012 fanden dann die 5. internationalen Bavarian Highland Games unter dem Motto „Bayern gegen Österreich“ statt. Auch hier hoffte man auf viele Teilnehmer und gleichzeitig verfolgte man das Ziel, die Wettkämpfe auch noch mehr mit sportlichem Charakter auszustatten. Ein Umstand, welcher auch einem Doppelolympiasieger und Weltmeister gerecht werden soll. Dieser Gedanke reift auch deshalb, da Hans-Jürgen Kaschak bereits seit 2008 immer wieder in Gesprächen mit dem Deutschen Highland Games Verband stand und es auch Ziel ist, mit der sportlichen Ausrichtung mehr Anreiz für die Wettkämpfer zu schaffen. Dennoch darf der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen und so wurde bei den Bavarian Highland Games eine ideale Mischung aus unterhaltsamen und sportlich orientierten Wettkämpfen geschaffen. Ziel ist es einen Wettkampf zu erstellen, welcher für alle Teilnehmer eine Chance auf Gewinn verspricht.  Die teilnehmenden Teams aus Bayern und Österreich waren sehr angetan von diesem Konzept und trotz eines erneuten Ausbleibens einiger eingeladenen Teams, warern die Games 2012 bei mehreren tausend Besuchern wiederholt ein großer Erfolg.

Ein großer Erfolg ist aber auch die Tatsache, dass sich aus den Teilnehmern der  4. intern. Bavarian Highland Games unter dem Motto „Bayern gegen Schottland“, wieder eine neue Gruppe junger angagierter Highlander und Highlanderinnen bildete. Diese haben soviel Freude an den Wettkämpfen, dass sich mittlerweile ein neuer Verein mit dem Namen „Oberland Highlander e.V.“ gründete. Es war für Kaschak selbstverständlich, dass er in diesem neuen Verein auf entsprechende Anfrage hin, auch ein normales Mitglied wurde und die Teams der Herren wie auch Ladymannschaften reisten nun unter dem Namen der MAC Bavarian Oberland Highlander zu vielen Wettkämpfen in Nah und Fern. Auch ist nun nach vielen Anläufen ein engerer Kontakt zum Deutschen Highlander Verband gelungen und man war in 2012 auch erstmalig bei den deutschen Highland Games Meisterschaften in Ossweil am Start.

Die Euphorie um die „neu geründeten“ MAC Bavarians hielt ca. 2 Jahre und dann gab es auch in diesem Team ein Zerwürfnis, was leider zu einer Auflösung des Teams führte. 2013 machten aber auch erstmalig die Obalandla mit, welche sich überwiegend aus bayerischen Steinhebern zusammen setzten und welche auch gleich auf Anhieb bei Ihrer ersten Teilnahme den Wettkampf für sich entscheiden konnten. Allerdings gab es großen Protest aus Tirol, denn was eigentlich nicht passieren dürfte, war leider doch geschehen. Bei der Auswertung der Gesamtpunktzahl wurde für das Team der Wiesenwichtl leider ein Punkt zu wenig addiert, was dazu führte das die Obalandla und Wiesenwichtl grundsätzlich punktgleich waren. Aus Tirol kam enormer Protest und man forderte Genugtuung sowie eine vollständige Korrektur auch in den Medien. Bei einer Überprüfung der Wettkampfauswertung kam nun eine Regelung im Sinne des Grundgedankens eines Highlanders, zu tragen. Wer war das bessere Team im direkten Vergleich und hier hatten die Obalandla eine Disziplin mehr für sich entscheiden können als die Wiesenwichtl aus Tirol. Der Bavarian Highland Club revidierte sein Ergebnis auf die gleiche Punktanzahl, bestätigte jedoch auch den Obalandlern in Bezug auf den direkten Vergleich dennoch den Gesamtsieg. Die Wiesenwichtl konnten sich dieser Entscheidung leider nicht anschließen und gaben bekannt, dass Sie bei den Bavarian Highland Games nicht mehr antreten werden. Meine persönliche Meinung besteht darin, dass die Highland Games in meinem Verständnis ein Event mit Spaß und Freude für alle sein sollen. Wir betreiben keinen Profisport, wobei einzelnen Teilnehmer durchaus beachtliche Resultate erkämpfen. Alle Beteiligten sind jedoch reine Amateure und Unterstützen die Games z.T. endgeldlos, oder der Bavarian Highland Club bezahlt eine Leistung als reine Aufwandsentschädigung.

2014 haben dann erneut die O`balandla den Wettkampf für sich entschieden und haben in Schliersee der Geschäftsleitung des Freilichtmuseums angeboten, sich etwas mehr in das Event einbringen zu wollen. Die Wettkämpfe 2014 waren trotz Wegfall der MAC Bavarian und auch der Wiesenwichtel erneut gelungen Teams für den Wettkampf zu werben und insgesamt waren die Games 2014 wieder ein toller Erfolg. Dennoch gab und gibt es jedes Jahr wieder neue Erkenntnisse und Optimierungsmöglichkeiten oder auch Verbesserungsvorschläge, welcher ich mich grundsätzlich wie immer gerne annehme. Mein Ziel war und ist es ein unterhaktsames Event für die Teilnehmer wie auch die zahlreichen Besucher zu schaffen und auch den sportlichen Aspekt voran zu treiben. Wie es dann weiter ging, werde ich ggf. in Kürze nachtragen, denn so wie von mir gewünscht und vielleicht auch erhofft, verlief es definitiv leider nicht!

Nun sind nach 5 Jahren harter Vorbereitungsarbeit die O`balandla dran das Event im Freilichtmuseum zu organisieren, jedoch das Verhalten bestimmter Teammitglieder gegenüber meiner Person war in 2015 alles andere als freundschaftlich.

Was ist geschehen und wie entwickelte sich die Zusammenarbeit im Rahmen der Vorbereitung der Highland Games in Schliersee? Nachdem die O`balandla in 2015 zunächst ohne Rücksprache mit mir an das Museum herangetreten sind und angeboten haben, sich an der Planung des Events mehr einbringen zu wollen, hat die Museumsleitung diesem Ansinnen nachgegeben. Der Grund hierfür lag einfach darin, dass man seit Anbeginn anstrebte ein Hausteam zu haben und nachdem in Bezug auf mein Teamwerben auch die O´balandla als neu formiertes Team aus der bayerischen Steinheberszene bei den Games angetreten waren, erkannten diese die Chance als Hausteam des Museums auftreten zu können. Das überhaupt die O´balandla auf die Games aufmerksam wurden, war auch damit begründet, dass die Games seit Abhaltung im Museum sich zunehmend einen sportlicheren Charakter gaben und die Wettkämpfe  nach international gültigen Teamregelungen, welche sich an den Statutes des Deutschen Highland Games Verband ausrichteten, abgehalten wurden. Zudem war ab den 2. Games im Museum auch das Steinheben eine der von mir integrierten Disziplinen, welche zusätzlich den bayerischen Charakter und Kraftsport abbilden sollte.

Ich habe und hatte mit den O´balandla von Anbeginn Ihrer ersten Teilnahme an den Games ein sehr gutes Verhältnis. Mir wurde seitens der Wiesenwichtel aus Tirol in Folge eines Fehlers bei der Auswertung sogar vorgeworfen, die O´balandla in meiner Entscheidung bewusst bevorteilt zu haben, was ich damals und auch heute von mir weisen muss, da es eine rein sportliche Entscheidung war und nichts mit einer Bevorteilung eines bayerischen Teams zu tun hatte. Von 9 Disziplinen hatten die Wiesenwichtel im direkten Vergleich der beiden unter dem Strich punktgleichen Teams, 4 für sich entschieden und 5 die O´balandla, was dazu führte, dass ich als Gesamtsieger der damaligen Games die O`balandla bestätigte. Für mich war die damalige Diskussion hierzu sehr schwierig, da mir alle Teilnehmer grundsätzlich sehr am Herzen lagen und für mich das Miteinander stets im Vordergrund stand. Dieser verbissene Ehrgeiz im Rahmen eines absoluten Amateursports der zudem noch ein Randsport ist, wurde von mir sicher unterschätzt und war mir in der geführten Intensität auch fremd. Als Schiedsrichter waren bei diesen Games im übrigen die Oberlandler und deren Verwandte sowie Freunde eingesprungen, nachdem dieses Team damals die Rolle des Hausteams übernommen hatte und welche mich auch als Teilnehmer sehr freundlich aufgenommen hatten. Die Oberlandler waren dann auch das erste Team aus Bayern, welches den Kontakt zu Events des Deutschen Highland Games Verbandes suchten. Der Bavarian Highland Club war bereits Mitglied und ist es heute noch. Das neue Hausteam die  O`balandla, suchten aus reinem Eigeninteresse in Folge noch etwas verstärkter als die Oberlandler den Kontakt zum Deutschen Highland Games Verband.

Egal ob Oberlandler, Holledauer Highlander, O´balandla, Buxheimer Highlander usw., all diese Teams erhielten von mir stets meine volle Unterstützung. Ich sagte Ihnen was in der Szene abgeht und habe sie z.T. auch zu den befreundeten Highlanderevents und Clans geführt bzw. empfohlen dort mitzumachen. Dies habe ich mit bayerischen Teams über 10 Jahre lang vollzogen und gerne hätte ich auch die 10. Bavarian Highland Games als öffentliches Event im Museum abgehalten, aber leider kam es nun anders.

Als 2015 nun fest stand, dass die O´balandla sich mehr in das Museum einbrachten, erhielt man von mir zum Training noch Equipment wie z.B. das Tau oder auch beim Training schon mal ein Hochwurfgestellt gestellt. Allerdings war ab diesem Zeitpunkt dann seitens der O´balandla zu meiner Person auf den Schlag kein Kontakt mehr gewünscht. Lediglich wenn die Museumsleitung zwecks Planung der Games einlud, war die Clanspitze der O´balandla anwesend und war mir gegenüber von heute auf Morgen leider sehr abweisend. Die Argumentation der Clanspitze, man wolle mit der Einbringung in die Games niemandem etwas wegnehmen, erschien in einem ganz anderen Licht.

Als dann die Games 2015 anstanden, wurden ca. 10 Tage zuvor die Regularien in endgültiger Form vorgestellt, wobei die Disziplinen im einzelnen bereits vorlagen. Es handelte sich dabei um nichts neues oder Innovatives, sondern um Teamdisziplinen, welche auch vom Deutschen Highland Games Verband in gleicher Form abgehalten wurden. Lediglich das bayerische Steinheben wird von diesem Verband nicht abgehalten und wurde erstmalig von mir in Highland Games integriert. Ebenfalls anders war auch die Punktewertung, welche meinerseits kritisiert wurde, weil Sie den Kraftsportteilnehmer stark bevorteilte. Auch die Einzelwertung wurde abgeschafft, was ich ebenfalls bedauerte, aber im Zuge einer einfacheren Wertung erforderlich war. Wer mit der neuen Punktewertung beim Steinheben z.B. keine sehr gute Leistung brachte, konnte diesen Missstand bei einer Laufdisziplin nicht mehr aufholen. Da jedoch mein Ratschlag nicht gefragt war und man hierdurch seitens der O´balandla wohl (wurde jedoch so nicht kommuniziert) auch hoffte, dass erneut eingeladene schottische Team auf diese Weise bezwingen zu können, blieben die Regularien wie gehabt. Ich wurde mit dem Hinweis sprichwörtlich ausgeschaltet, dass mich die Regeln nichts mehr angehen, da ich lediglich als Oberschiedsrichter und Experte in der Moderation  dabei bin. Ich hielt mich in Folge daran und wollte eigentlich nur noch wissen, in welcher Wertung dann das Strickziehn abgehalten werden soll, denn das war bis zum Morgen des Events noch nicht klar geregelt.

Am Morgen der Games erfuhr ich dann, dass man das Strickziehen mit Platz 1-3 austragen wolle. Ich fragte dann noch, ob man mit Ausscheidung und mit kleinem sowie großem Finale die Disziplin abhaltet, was mit einem klaren Ja beantwortet wurde. Die Schiedsrichter wie auch die Auswertung wurden von den O´balandla gestellt. Alle waren sehr bemüht und gaben sicherlich Ihr Bestes, noch zumal einige zuvor vermutlich noch nie Highland Games gesehen hatten. Bei den von mir veranstalteten bzw. geplanten Games wurden die Schiedsrichter ein paar Tage zuvor eingewiesen und über Eigenheiten aufgeklärt. Wie das bei den Games 2015 gestaltet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Zudem stand stets fest, wie gewertet wird und wie der Ablauf der Games war. Insbesondere beim Strickziehen hatte mein BackOffice mir die Info gegeben, wer nun gegen wen antritt und nicht ich als Oberschiedsrichter musste das verfolgen. Das habe ich auch bei den Games 2015 so erwartet, was dann während der Games auch vollzogen wurde. Allerdings dann leider mit einem nicht gewünschten Ablauf, welcher zu Problemen führte, die man seitens der O´balandla in meine Verantwortung geschoben hatte.  Seitens der O´balandla war diese Problematik völlig unterschätzt worden und man gab im Nachgang wie erwähnt mir dann die Schuld, dass es gerade beim Strickziehen große Probleme gab. Tatsächlich lag es jedoch daran, dass ich während der Moderation und dem Experten Talk nicht darauf achten konnte, wer nun gegen wen zum Strickziehen antrat. Zumal es während dem Wettkampf nun hieß, es sollte jeder gegen jeden antreten und keine Ausscheidung stattfinden. So sei es angeblich gedacht gewesen und es wäre meine Aufgabe gewesen, diesen Wettkampf so zu leiten. Somit also ein Vorwurf den ich in einem nachfolgenden und alles andere als schönem Gespräch mit dem Clanführer der Obalandla und der Museumsleitung massiv zurück gewiesen habe. Die Punktewertung beim Strickziehen konnte ich in der seitens der O´balandla ausgegebene Wertung dann ebenfalls nicht nachvollziehen. Diese war aber wohl auch der Grund, weshalb die O´balandla mit einem Punkt unterschied gegen die schottischen Freunde unterlegen waren. Da jedoch aus meiner Sicht das gesamte Event ein wenig an Unterhaltungwert bzgl. der Wettbewerbe litt, habe ich nichts dagegen gesagt, dass die Schotten in Ihrer Paradedisziplin dem Tag a War (Strickziehen) das Team an 2 Positionen mit Teilnehmern des Teams zwei ersetzten. Das Team selbst wollte sein Können den zahlreichen Besuchern demonstrieren und da die O´balandla anders als die schottischen Freunde ausnahmslos Kraftsportler waren, hatte ich hier als Oberschiedsrichter nichts dagegen. Die O´balandla waren reine Kraftsportler und besaßen auch im Steinheben Ihre Paradedisziplin, was die Schotten zuvor in dieser Weise noch nie vollzogen hatten. Hier hätte ich aus Sicht der O´balandla sicherlich als Oberschiedsrichter entgegen wirken müssen, was ich als Vorwurf akzeptiere und auch voll zu meinen Lasten nehme. Für die Besucher war das Strickziehen mit den Schotten jedoch ein Erlebnis, da es jedes Mal auf das Neue ein Hingucker ist, wenn ein schottisches Team diesen tollen Sport vorführt. Die Obalandla hatten in dieser Disziplin tapfer gegen die Schotten gekämpft, aber letzten Endes trotz aller Kraft keine Chance gegen eine perfekte Technik und Ausrüstung der Schotten gehabt. Im Gegenzug habe ich auch nichts dazu gesagt, dass die Obalandla den vorgegebenen Abwurfkorridor beim Hopfaseul´n werfen entfernten und den Baum in eine Senke warfen. Man warf mir auch vor, dass ich die Schiedsrichter wohl nicht wertschätzend genug behandelt habe, weil ich beim Strickziehen einmal von einem Unterstützer verlangte, er solle das Seil bringen und einen Stecken als Markierung. Ich habe diesen aber im Nachgang auch freundlich befragt ob er bereit ist die Zeit zu nehmen und aus meiner Sicht war ich gegenüber jedem Schiedsrichter neutral und auch freundlich. Weshalb sollte ich auch anders sein, denn schließlich kannte ich keinen einzigen persönlich und im Nachgang erfuhr ich auch, dass jeder einzelne Ehrenamtlich mitwirkte, was ich als sehr positiv empfand. Sollte sich dennoch ein Schiedsrichter meinerseits negativ angesprochen fühlen, gilt hoffentlich meine nachträgliche Entschuldigung als angenommen.  Beim Hindernisslaufen ist dann ein Schiedsrichterfehler passiert, da einer der Schiedsrichter nicht schnell genug zurück gelaufen ist, was das startende Team benachteiligte. Hier habe ich dann als Oberschiedsrichter eingegriffen und verteilte Strafsekunden gestrichen, was mit positiver Resonanz der Obalandla Verantwortlichen wie auch dem benachteiligten Team begrüßt wurde.

Zwei Tage nach den Games gab es dann die Info, dass man auch bei der Auswertung einen Fehler begangen hatte. Als Oberschiedsrichter und in der Ergebnisveröffentlichung auch Berechtigter habe ich dies auf der BHG-Facebookseite auch berichtigt, was seitens der Obalandla dann mit einem entsprechenden Kommentar im Nachgang moniert wurde. Der Auswertungsfehler war jedoch für die ersten beiden Teams ohne Auswirkung und das Endergebnis wurde auch meinerseits nicht geprüft, da es auch nicht meine Aufgabe war bzw. auch sicher nicht gewünscht gewesen wäre. Unter dem Strich waren nahezu alle Themen bereits bei Highland Games Veranstaltungen schon mal aufgetreten und hätten aus meiner Sicht im Vorfeld mit entsprechender Planung begrenzt werden können. Insbesondere bei dem mir zu Last gelegten Strickziehen, wäre eine klare Regelung in der Planung von Nöten gewesen, worauf ich auch hingewiesen habe.

Wie bereits erwähnt, gab es im Nachgang zu den Games ein sehr unschönes Gespräch zwischen dem Clanleiter der Obalandla, der Museumsleitung und meiner Person. Zuvor hatte ich schriftlich auf Anforderung wie jedes Jahr alles niedergeschrieben, was positiv und negativ bei den Games war. Positiv fand ich z.B. die Idee, beim Baumstammslalom auf die Pfosten Becher zu stellen, welche bei einem herunterfallen als Fehler gewertet werden. Negativ fand ich in jedem Fall den Umgang seitens der O´balandla Führung mit meiner Person und auch die Wertung sowie Planung der Games in Bezug auf das Strickziehen. Bei der Wertung konnte z.B. ein Team beim Steinheben maximal 20 Punkte erhalten, wobei dann beim Laufen im Gegenzug maximal 9 Punkte (9Teams) möglich waren. Ich habe Vorschläge im Nachgang gemacht und ob diese dann in 2016 umgesetzt werden ist mir leider nicht mehr bekannt.

Sicherlich wird man bei der Planung und Durchführung 2016 aus den Fehlern 2015 lernen und versuchen es besser zu machen.

Ich habe Highland Games in Bayern sehr erfolgreich eingeführt und auch medial sehr viel für die Szene getan. Aus heutiger Sicht wurde ich leider immer wieder enttäuscht und mein Einsatz wurde seitens der Teams in keiner Weise gewürdigt. Wer die Historie der Bavarian Highland Games verfolgt wird feststellen, dass ich ganz im Gegenteil seitens der Teams immer wieder hintergangen wurde und z.T. auch Geschichten über mich verbreitet wurden, welche schlicht nicht stimmen.

Die Entscheidung des Museums die Games nun in die Hand der O´balandla zu übergeben kann ich wirtschaftlich nachvollziehen. Persönlich bin ich natürlich über diese Entwicklung sehr enttäuscht. Das Verhalten der O´balandla Führung bedarf meinerseits keiner Erklärung mehr, da dieses mir gegenüber mehr als Respektlos war und ist. Aber man hat nun auch das erreicht was man erreichen wollte, nämlich ein sehr gut eingeführtes Highlander Event in einer tollen Kulisse zu übernehmen, sich damit einen guten Namen in der Highlanderszene zu schaffen um dadurch den Erfolg der harten Arbeit von 5 Jahren für sich vereinnahmen zu können.

Die Highland Games in Schliersee tragen nicht mehr den Namen Bavarian Highland Games, denn dieser wird meinerseits für Firmenevents verwendet, welche ich ebenfalls seit einigen Jahren abhalte. Ob und in welcher Form es die Bavarian Highland Games auch in öffentlicher Form wieder geben wird, kann man heute nicht sagen. Aus meiner Erfahrung haben Clans i.d.R. auch meist eine begrenzte Lebenszeit und wie sich das Team der O´balandla entwickeln wird muss man ebenfalls abwarten. Das hier derzeit eine euphorische Stimmung herrscht, da man sein Ziel nun erreicht hat, kann ich nachvollziehen und wünsche im Sinne der Szene auch gutes gelingen bei den nächsten Games in Schliersee.

Jeder der mich persönlich kennt weis, dass mich in Bezug auf mein Herzblut im Zuge der Durchführung und auch Teilnahme an Highland Games die seitens der O´balandla angestoßene Entwicklung alles andere als freut.

In 2016 wird es im Zuge der aktuellen Planung eventuell noch einen größeren öffentlichen Auftritt im Sinne der Bavarian Highland Games geben, woraus sich auch noch was für die Zukunft entwickeln kann. Allerdings bin ich in Bezug auf die gemachten Erfahrungen der letzten 10 Jahre aus sicherlich verständlichen Gründen sehr vorsichtig geworden und wenn ich erneut herangezogen werden sollte, werde ich meinen Auftrag auch klar mit entsprechenden Forderungen verbinden. Tatsache und was man aus meiner Sicht auch nicht vergessen darf ist der Umstand, dass Highland Games ein absoluter Randsport sind und die Szene weder in Deutschland noch in Österreich signifikant ansteigt. Für mich war und ist stets der Spaß an der Teilnahme an den Games im Vordergrund gestanden. Als Aktiver mit anderen Mitstreitern am Abend zu Feiern, waren für mich in mehr als 20 Jahren Highlander Wettkampferfahrung sehr schöne Erlebnisse. Weniger positiv ist aber auch eine aus meiner Sicht manchmal zu ernsthaft vollzogene Herangehensweise, wobei dies jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin selbst überlassen bleibt. Viele und keinesfalls nur ich alleine haben dazu beigetragen, dass es heute Highland Games in Bayern gibt. Der Name Bavarian Highland Games war sicherlich einer der klangvolleren Namen in Verbindung mit Highland Games in Bayern. Diese Ära ist nun für den öffentlichen Bereich leider zunächst zu Ende und in Bezug auf entsprechende Anfragen sowie auch erneut an mich herangetragenen Informationen, was die Games 2015 betrafen, habe ich die Chronik der Games nun hier in der Historie auch weiter geführt. Ich denke wie in jeder Geschichte gibt es stets zwei Seiten und sicherlich werden gerade Freunde und Mitglieder der O´balandla meine Ausführungen gänzlich anders sehen und auch interpretieren. Meinerseits werde ich hierzu aber auch keine anderslautende Stellungnahme abgeben.

Vielleicht ist es auch gut, wenn nun neue Köpfe neue Ideen einbringen und eigene Erfahrungen machen. Nur die Art und Weise wie man vorgegangen ist, war mehr als fragwürdig und hat mich wieder mal in Bezug auf Highland Games um eine Erfahrung reicher gemacht. Dieser Gedanke leitete mich auch, als ich das Vorhaben der O´balandla unterstützte, sich mehr in die Games einzubringen, welche Sie stets mit dem Hinweis verbunden haben, niemandem etwas wegnehmen zu wollen.

Zum Schluß noch ein paar persönliche Zeilen zum Dank für all diejenigen, welche die Bavarian Highland Games unterstützen und mitgeholfen haben, dass dieses einzigartige Event trotz aller negativer Erfahrungen am Leben blieb.

Mein Dank gebührt in diesem Zusammenhang zunächst meiner Familie, welche stets hinter mir gestanden ist und welche viel Zeit ohne mich verbrachte, weil ich in Sache Highland Games unterwegs war und nach wie vor bin. Bedanken möchte ich mich auch noch bei den Kiwanis aus Villach, ohne die ich nicht zu den Highland Games gekommen wäre und natürlich auch bei Thomas Rettl, welcher die wahre bayerische Urtracht entwarf und nach wie vor die besten und schönsten Kittl auf dem Festland produziert. Auch bei den Oberlandlern möchte ich mich bedanken, welche mein letztes Team als aktiver Highlander waren und wohl auch bleiben werden. Dank gebührt aber auch den vielen Sponsoren, ohne die solche Wettkämpfe nicht möglich wären und natürlich auch an Markus Wasmeier für die Erlaubnis die Wettkämpfe im Freilichtmuseum 5 Jahre geleitet haben zu dürfen. Den Mitarbeitern des Freilichtmuseums gebührt ebenfalls mein Dank, denn ohne dieses tolle Team wären die Wettkämpfe im Freilichtmuseum nicht darstellbar. Ein besonderer Dank aber auch an all diejenigen Teams und Wettkämpfer, welche nach wie vor zu den Highland Games fahren, diese mit Ihrer Teilnahme unterstützen und welche mir mit Ihrem zufriedenen Lächeln während den Wettkämpfen, neben den zahlreichen glücklichen Besuchern die meiste Freude bereiten.

Die Zukunft wird zeigen was noch alles kommt und ich wie auch meine Familie haben viel Einsatz für die Entwicklung von Highland Games in Bayern vollbracht, auch wenn dies nicht von vielen so gesehen wird bzw. sogar mit Missgunst bedacht wurde. Aber das die Bavarian Highland Games egal in welcher einer Art und Form ein erfolgreiches Konzept darstellten, belegen eindeutig die höchste Besucheranzahl eines derartigen Events im süddeutschen Raum.

Slàinte

Hans-Jürgen Kaschak

alias MAC Rendite